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Medienmitteilung von Greenpeace, WWF und Bruno-Manser-Fonds vom 24.5.2005
13 Bäume den urwaldfreundlichen Jura und Berner Jura Gemeinden gewidmet
Greenpeace, WWF und Bruno Manser Fonds erinnern heute in Alle an die Wichtigkeit des
Verzichtes auf Holz aus Raubbau an den Urwäldern. In einer Lichtung eines botanischen
Wanderweges sind 13 Bäume zu Ehren der urwaldfreundlichen Gemeinden des Juras und des
Berner Juras gepflanzt worden. Diese Urwaldfreundlichkeit wird bis heute von 533 Gemeinden
vertreten, 79 darunter in der französischen Schweiz.
Auf einem botanischen Wanderweg sind heute 13 Bäume den urwaldfreundlichen Gemeinden
Alle, Montignez, Le Bémont, Porrentruy, Delémont, Saint-Ursanne, Fontenais, Soyhières,
Lajoux, Un-dervelier, Mettembert, Vendlincourt, Montsevelier, Moutier (BE) Sonvilier (BE)
und Châtelat (BE) gewidmet worden. Noch keinen Baum wurden den Gemeinden Vendlincourt,
Montsevelier und Moutier gewidmet, sie haben die Erklärung «urwaldfreundliche Gemeinde»
unterschrieben als die Pflanzung der Bäume schon abgeschlossen war.
Die Aktion «urwaldfreundliche Gemeinden» hat sich zum Ziel gesetzt, die 2865 Gemeinden
der Schweiz zu überzeugen, auf Holz aus Raubbau an den letzten grossen Urwäldern zu verzichten.
Kuno Roth, Pressesprecher von Greenpeace erklärt: "Angefangen im Jahre 2002 mit
dem Bruno Manser Fond und heute mit dem WWF an unserer Seite, ist nun die Aktion
«urwaldfreundliche Gemeinden» auch in der Romandie neu lanciert worden. Unser Ziel
ist es, 1000 Gemeinden bis ins Jahr 2007 als urwaldfreundlich erklären zu können.
Alle Gemeindeverwaltungen, die sich noch nicht der Aktion «urwaldfreundliche Gemeinden»
verpflichtet haben, haben im April einen Brief von den drei Umweltschutzorganisationen
bekommen. Die Freiwilligen der Organisationen fordern jetzt, in der ganzen Schweiz,
diesen Schritt in Richtung einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung zum Schutze der
letzten Urwälder .
80% der ursprünglichen Urwälder sind schon zerstört und von dem, was noch übrig ist, wird
täglich 350km2 abgeholzt. Diese massive Abholzung hat seine Hauptursache hier in
den Industrie-Ländern, wo das Holz aus Raubbau zu Besenstielen, Gartenmöbeln, Papier etc.
verarbeitet wird.
Für Lucienne Merguin Rossé, Regierungsrätin des Kantons Jura, die die urwaldfreundliche
Aktion im Kanton Jura unterstützt, gilt: "Durch den Gebrauch von einheimisch-zertifiziertem
Holz kann jeder Konsument zur Erhaltung der diversen forstlichen Aktivitäten und deren
Gleichgewicht beitragen. Durch den Verzicht auf nicht-recyceltes oder nicht-FSC-zertifiziertes
Papier und durch die Umstellung auf einheimi-sches Holz, verhindert man nicht nur die Abholzung
der Urwälder, sondern man unterstützt die einheimische Waldwirtschaft». Eine Meinung die auch
Marcel Lachat, Zuständiger von Wald und Wirtschaft der Gemeinde Alle, teilt: "Unsere Wälder
liefern uns das benötigte Holz! Warum Hölzer aus illegaler Ab7holzung importieren? Die
Gemeinde Alle macht bei der Aktion mit und will damit ein konkretes Zei-chen für den Erhalt der
Urwälder setzen. Gleichzeitig erhofft sie sich auch durch diesen Schritt, eine neue Wertschätzung
der einheimischen Hölzer.
Der Speierling für die Gemeinde Alle, der Holzapfelbaum für Châtelat, die Bergulme für Porrentruy
und alle andern Bäume, die im Wald von Alle gepflanzt wurden, stehen symbolisch für den Einsatz
zugunsten der biologischen Vielfalt. Die jungen Bäume werden von einer Skulptur, einem
"Eingeborenen" – aus Holz geschnitzt von Michael Rémy - aus den Urwäldern bewacht. Die Skulptur
stellt einen Wayana Indianer aus den Wäldern Guyanas dar.
Gabriel Choffat, der Förster, erklärt, warum die symbolische Baumpflanzaktion gerade auf dem
botanischem Wanderweg ihren Platz fand :"wir wünschen uns, dass die SpaziergängerInnen an diesem
Ort vorbei kommen und sich über den Wert und die Zukunft unserer Urwälder, sowie auch über die
eigene Verantwortung den Urwäldern gegenüber, Gedanken machen."
Am Schluss der Konferenz dankt Kuno Roth allen VertereterInnen der Gemeinden Alle, Châtelat,
Porrentruy, Mettembert, Montignez, Lajoux, Le Bémont, Fontenais und Montsevelier für ihre
Teilnahme an der Pressekonferenz und für ihr Engagement. Ausserdem sind die Urkunden für
eine «urwaldfreundliche Gemeinde» an Alle, Vendlincourt und Montsevelier übergeben worden,
die anderen Gemeinden hatten sie schon erhalten.
Kontakte:
Jonas Amstutz, Initiant et Freiwilliger von Greenpeace, Tel. 034 445 39 86
Kuno Roth, Pressesprecher von Greenpeace, Tel. 079 205 63 63
Lucienne Merguin Rossé, Kantonsrätin Tel. 032 476 71 90 / 079 817 99
Marcel Lachat, Gemeinderat von Alle, Tel. 032 471 33 87
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